Archiv der Kategorie: Debian 8/9

Linux als Router

Bezugnehmend auf meine Anleitung zur Installation eines Samba4 AD Servers soll dieser neben seiner Aufgabe als AD-Domain Controller, DHCP und DNS Server noch zusätzlich als Gateway für die Clients dienen. Hierzu benötigt dieser zwei Netzwerkkarten. Bei mir ist die erste Karte (eth0) für das interne, private Netzwerk gedacht. Die zweite (eth1) hat die gewünschte Verbindung zum Internet.

Somit sieht die interfaces Datei bei mir wie folgt aus:

Falls ihr auf eurem Server bislang weder DHCP noch DNS betreibt, muss als erstes DNSmasq installiert werden. Falls ihr vom vorherigen Tutorial zur Installation eines Samba4 Servers kommt, ist dies bereits erledigt und könnt euch Schritt 1. sparen. Der Vollständigkeit halber aber hier in kompakter Form:

  1. DNSmasq installieren:

    Konfigurations Datei öffnen:

  2. Ab hier gehts dann für alle weiter und das IP Forwarding im Linux Kernel muss zunächst aktiviert werden:

    Dort die folgende Zeile auskommentieren:

    Damit die Änderungen sofort greifen folgenden Befehl ausführen (oder rebooten):
  3. Zuletzt IPTables installieren und eine Minimalkonfiguration eingeben:
    IPTables installieren

    Konfigurationsdatei öffnen und folgenden Inhalt einfügen:


    Zuletzt die neue Konfiguration aktivieren:

Ab nun sollten alle Clients, die nur im internen Netzwerk hängen ins Internet geroutet werden.

SEH myUTN-50a USB Device Server auf Debian 9 installieren

Zur Installation des oben angegeben USB Device Servers auf einem Debian 9 sind folgende Schritte notwendig.

Aktuelle Software bei SEH herunterladen:

Da die Software leider nur mit einer veralteten SSL Version klarkommt, muss diese bei Debian zunächst nachinstalliert werden, also auch erstmal herunterladen:

Nun die Version von libSSL installieren:

Die von SEH heruntergeladene Software entpacken:

Dann den Treiber, den Daemon und das Kommandozeilentool installieren:

Abschließend den Daemon starten:

Bei mir hat der USB Server vom DHCP-Server die IP 10.101.42.213 bekommen, daher verwende ich für die ersten einfachen Tests diese IP. Am USB-Server selbst ist ein USB Modem angeschlossen, welches nun für den Linux-Server aktiviert werden kann:

Das Modem ist also am zweiten USB Port angeschlossen. Dann kann es auch lokal an die Linux Maschine „gestöpselt“ werden:

Das USB Modem kann nun so verwendet werden, als wäre es direkt mit dem Linux Server verbunden. Sehr praktisch zum Beispiel, wenn der Linux Server virtuell betrieben wird 😉

PHP7 auf Debian 8 (Jessie) installieren

PHP 7 bringt im Vergleich zu seinen Vorgängern viele Verbesserungen. Insbesondere signifikante Performance Verbesserungen, was für mich alleine schon Grund genug ist, um es zu nutzen, wo es technisch machbar ist. Leider ist php7 in den Repositorys des noch aktuellen Debian Releases 8 nicht enthalten, wohl aber Version 9 (Stretch)

Möchte man php7 aber auf dem noch aktuellen Release Debian8 einsetzen, so muss dies über einen kleinen Umweg installiert werden. Außerdem ist zuletzt noch die MySQLi Erweiterung in der php.ini zu aktivieren.

Zunächst also php 7 mit folgenden Befehlen installieren:

In der Datei /etc/php/7.0/apache2/php.ini muss nun noch die Zeile  extension=php_mysqli.dll auskommentiert werden.

Abschließend den Webserver neustarten:

Viel Spaß mit php7!

 

root Zugriff per SSH aktivieren

Der root Zugriff per SSH ist seit Debian 8 standardmäßig nicht mehr erlaubt. Für meine Testumgebungen ist dies äußerst lästig. Aktivieren kann man den root Zugang wieder, indem man folgende Datei zB mit Nano öffnet:

Dort die folgende Zeile von

nach

ändern.

Nun noch den SSH Server neustarten und dem root Login steht nichts mehr im Wege: